Tagesarchiv: 14. Juli 2010

Gänse-Jochen

13.000 Gänse werden in der Fabrik seines Arbeitgebers jeden Tag getötet. Die Leber und das Fleisch verarbeitet man zu Pastete, die Federn zu Decken und Matratzen, die Gelenke zu Wurst und die Knochen zu Hunde- und Katzenfutter.
Die Gascogne ist berühmt für ihre Pastete. Hinter fast jedem Haus hört man es schnattern. Die Vögel haben meistens viel Platz, rotten sich aber in der drängenden Hitze an den wenigen Schattenplätzen zusammen. Die Landschaft ist von kleinen Waldstücken, ein paar Weinreben und zahllosen Maisfeldern geprägt. Den Gänsen wird Mais verabreicht, viel Mais. In gekochtem Zustand wird er ihnen in den langen Hals gestopft, damit die Leber wächst.
Nein, genmanipulierten Mais zu verfüttern und anzubauen sei verboten, hier in der Gascogne, sagt Gänse-Jochen. Aber nur bei derjenigen Pastete, die das Siegel der kontrollierten Herkunft trägt – „Denominacion d’origine contrôlée,“ D.O.C., wie beim Wein.

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Muskeln schwer, Gelenke zäh

Weil das Fahrrad das effizienteste Fortbewegungsmittel ist, lasse ich an dieser Stelle nicht viele Worte fallen. Effizienter, als von unseren Beschwerden zu berichten, ist, jene Körperpartien zu nennen, die sich noch einwandfrei anfühlen: Ohren, Hände, Lippen, Zähne, Zunge, seitliche Bauchmuskeln, Kopfhaut. Ya está.

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Intensiv und gut

Babypopo oder Hornhaut-Hintern?
Fett- oder Knackarsch?
Rauf schwitzen und runter krachen lassen oder ewiges Mittelmaß?
Fressen im Flieger oder Fliegen in der Fresse?
Voltaren auf’s Knie und früh in die Heia statt stolzes Benehmen und alte Leier!

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