Gänse-Jochen

13.000 Gänse werden in der Fabrik seines Arbeitgebers jeden Tag getötet. Die Leber und das Fleisch verarbeitet man zu Pastete, die Federn zu Decken und Matratzen, die Gelenke zu Wurst und die Knochen zu Hunde- und Katzenfutter.
Die Gascogne ist berühmt für ihre Pastete. Hinter fast jedem Haus hört man es schnattern. Die Vögel haben meistens viel Platz, rotten sich aber in der drängenden Hitze an den wenigen Schattenplätzen zusammen. Die Landschaft ist von kleinen Waldstücken, ein paar Weinreben und zahllosen Maisfeldern geprägt. Den Gänsen wird Mais verabreicht, viel Mais. In gekochtem Zustand wird er ihnen in den langen Hals gestopft, damit die Leber wächst.
Nein, genmanipulierten Mais zu verfüttern und anzubauen sei verboten, hier in der Gascogne, sagt Gänse-Jochen. Aber nur bei derjenigen Pastete, die das Siegel der kontrollierten Herkunft trägt – „Denominacion d’origine contrôlée,“ D.O.C., wie beim Wein.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Gascogne, unterwegs

Eine Antwort zu “Gänse-Jochen

  1. lutz

    ach, papperlapapp. das ist doch ´n alter hut. ein gerücht hingegen ist es, dass mehr als 13.000 deutsche camper jährlich geschlachtet werden um bierwurst daraus zu machen…

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