Archiv der Kategorie: Uncategorized

Regina

Vor zwei Jahren, da hat sich Regina von ihrem Mann getrennt. Bei ihrem Vater, dem alten Choleriker, wollte sie mit ihrer erwachsenen Tochter nicht einziehen. Ein bisschen Geld hatte sie gespart, und kaufte sich ein altes Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert.
Neben ihrem Job als Krankenschwester entwickelte sich das Haus zur perfekten Frust-Therapie für die gescheiterte Ehe. Jeden Abend, jeden Samstag, jeden Sonntag: Tapeten abziehen, Balken freilegen, Teppiche ‚rausreißen, Böden abschleifen, Putz abschlagen – Den körperlichen Tätigkeiten waren keine Grenzen gesetzt. So bewegend war dieser Befreiuungsschlag, dass Regina keine Minute davon abweicht, uns die Renovierung in jedem Detail zu schildern.
Zwei Stunden brav zuhören für eine warme Mahlzeit, eine warme Dusche, eine dicke Portion Gastfreundschaft, eine gemütliche Nacht im neuen alten Haus und ein entspanntes Frühstück mit Tochter Lisa. Die Frikadelle am Ohr – Eine ungewohnte Abwechslung zum Rede und Antwort stehen über unsere Radreise.

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Goldener Abschluss

Petrus ist heute gut gelaunt. Zum Abschluss der 177-km-Etappe schenkt er uns ein paar Strahlen Abendsonne, als wir durch Rastatt düsen und etwas später in Karlsruhe eintreffen

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Brumm brumm brumm

Bombastisch, diese Industrie. Es kracht, es ächzt, es dieselt, es stinkt und ist laut im Rhein-Hafen in Kehl. Die Geräusche der Zivilisation dringen umso lauter ins Ohr, je länger man vorher die Distanz zu ihnen gesucht hat. Eine gewisse Faszination lässt sich jedoch nicht leugnen. Sie sind auch cool, diese Rohre, diese Kräne, diese Dimensionen. Vor Allem vom gegenüberliegenden Ufer betrachtet, aus sicherer Distanz.
Plötzlich vergessen der kleine Moritz und der kleine Eike ihre Sehnsucht nach Natur, schmeißen die Gesellschaftskritik aus dem Fenster und schämen sich für ihre klitzekleinen Fahrräder. Sie entströmen der Welt der Radreisenden, nehmen die Vogelperspektive ein und werden auf dem Boden ihres Kinderzimmers, wie sie so im Handumdrehen den ganzen Hafen managen, zu Logistik-Profis. Schiff beladen, LKW abfahren, PKW-Unfall glimpflich ablaufen lassen, Seeungeheuer auftauchen lassen – Oh, Mutti ruft, essen ist fertig.

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Andenken statt Umdenken

So eine schicke Kuckucksuhr, oder ein ganzer Schwarzwaldschinken, das wär natürlich ein super Andenken. Ich komme aber leider weder aus Japan, noch aus den USA, und viel Platz hab ich im Rucksack auch nicht mehr.
Ein Bad im Titisee muss trotzdem sein.

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Compagnions

Die Kerle sind fünf. Sie sind Deutsche, bepackt bis obenhin. Und sie fahren tatsächlich mit dem Fahrrad von Dresden nach Barcelona!

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Gut erholt

Unser herzlich-lockerer Gastgeber Fred geht zur Arbeit, wir essen in seiner Küche Frühstück, Rührei und Müsli und Apfelmus, packen die Sachen, Eike repariert seinen Gepäckträger, holen die Räder aus der Garage, gönnen uns einen Besuch des maurisch-romanischen Kreuzgangs der Kathedrale in Le Puy, kaufen zwei Pain-aux-raisains, finden in der Lokalzeitung einen gelungenen Artikel über uns, strampeln ohne jegliche Knieschmerzen mit einem 25-er-Schnitt 48 Kilometer durch die malerische Schlucht der Haute Loire, legen uns auf eine Wiese mit Ausblick und schlagen ein. High Five!

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