Archiv der Kategorie: Haut Doubs

Wir haben dir was mitgebracht – nass, nass, nass!

Feucht, kalt, nass.
Glitschig, rutschig, matschig.

Die 55 Kilometer sehen wenig aus, aber mit 1400 Höhenmetern auf kleinen fiesen Pfaden im Dauerregen zehren sie an den Kräften. Die Blicke auf die Schluchten des Doubs sind nicht sehr verheißungsvoll, Wasser ist eh schon überall.
Eine weitere Nacht draußen würden wir nicht überstehen. Gott lenkt einen Sonnenstrahl auf die Kirche und ein netter Pfarrer lässt uns im Gemeindesaal nächtigen.

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Jux und Löscherei

Keine gute Idee, im Park hinter der Feuerwehrwache Biwak und Tarp aufzustellen. Die Kollegen der notorisch unterdrückten Pyromanie haben bei leichtem Dauerregen eine schlechte Zeit. Nichts zu löschen, nichts zu retten, nichts zu tun.
In Morteau liegt sowieso der Hund begraben. Selbst am Friedhof, wo wir für gewöhnlich unsere Trinkflaschen auffüllen, ist die Gruftie-Dorfjugend freundlich und harmlos.
Verständlich, dass bei den unterforderten Brandlöschern Gelüste aufkommen, den zwei schlafenden Radlern nach einer Regennacht die Heringe aus der Erde zu ziehen und sie unter der nassen Plane zu begraben.

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Du bist dufte, Doûbs

Vier bis sechs Grad Celsius steht auf der Informationstafel. Hier entspringt der Doûbs der kalten Erde. Letztes Jahr rief dieser Strom bei mir nur gähnende Langweile hervor – Ich folgte ihm an der falschen Stelle. Hier im Jura kommt ein krachender Fluss direkt aus dem Fels. Dynamisch glucksen seine Stromschnellen, reißend ist seine Kraft, ab dem ersten Meter.
Wir wagen uns hinein, am Rand, spüren schnell die Füße nicht mehr, tauchen ganz schnell ganz kurz unter und fühlen uns nach dieser Radikalhygiene-Erfahrung wie neu geboren. An die noch feuchten Schlafsäcke und die fünf Grad Luft-Temperatur der folgenden Nacht denken wir noch nicht.

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