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Der Tod und seine Handlanger

Die Sonne schleicht sich langsam hinter die Maisfelder und Weinreben. Wir sitzen beim sympathischsten Gänsemassenmord-Handlanger der Gascogne am Gartentisch, genießen seinen Wein und seine Pastete, essen Nudeln mit Tomatensoße vom Gaskocher und hören französische Chansons aus den 80ern, die aus dem Wohnzimmer schallen, während der Handlanger sein Wohnzimmer streicht.
Nein, er habe nichts dagegen, wenn wir auf seinem Rasen biwakierten. Er sei auch einmal 550 km auf dem Jakobsweg geradelt. Aber seine Leidenschaft ist das spontane Entdecken. Am Wochenende schnappt er sich sein Bike, radelt immer der Nase nach, bis er nicht mehr kann, ruft seine Frau an und wird im Auto abgeholt. Wie er das schildert, grinst er verschmitzt durch seine dicke Brille und wirkt gar nicht wie ein Handlanger.

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Gänse-Jochen

13.000 Gänse werden in der Fabrik seines Arbeitgebers jeden Tag getötet. Die Leber und das Fleisch verarbeitet man zu Pastete, die Federn zu Decken und Matratzen, die Gelenke zu Wurst und die Knochen zu Hunde- und Katzenfutter.
Die Gascogne ist berühmt für ihre Pastete. Hinter fast jedem Haus hört man es schnattern. Die Vögel haben meistens viel Platz, rotten sich aber in der drängenden Hitze an den wenigen Schattenplätzen zusammen. Die Landschaft ist von kleinen Waldstücken, ein paar Weinreben und zahllosen Maisfeldern geprägt. Den Gänsen wird Mais verabreicht, viel Mais. In gekochtem Zustand wird er ihnen in den langen Hals gestopft, damit die Leber wächst.
Nein, genmanipulierten Mais zu verfüttern und anzubauen sei verboten, hier in der Gascogne, sagt Gänse-Jochen. Aber nur bei derjenigen Pastete, die das Siegel der kontrollierten Herkunft trägt – „Denominacion d’origine contrôlée,“ D.O.C., wie beim Wein.

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