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Baumkuschler oder Lakenfetischist?

Wir bewegen uns auf dem Land, wo die hübschen Mitmenschen weiblichen Geschlechts entweder noch Kinder sind, oder schon welche haben. Man findet daher alternative Ziele für die Kanalisierung der eigenen Lust. Um Missverständnissen vorzubeugen: Es ist hier nicht die Rede von Kühen, Fahrrädern oder Bäumen.
Nach acht Nächten draußen, auf der Isomatte im Gras, bekommt ein einfaches Bett einen völlig anderen Stellenwert. Nicht zur Kanalisierung der Lust, sondern an und für sich genommen. Nachdem wir fürstlich mit vier Gängen bekocht werden – unter anderem Nudeln, die al dente sind, in einem richtigen großen Topf gekocht, und eine Käseplatte mit herzhaften Schätzen aus der Region – beziehen wir die Gemächer. Eikes Benehmen, als er die Weichheit der Matratze spürt, als seine Nase tief in dem frischegewaschenen Kissenbezug versinkt, als er die dicke Decke liebkost, ist am ehesten mit „orgasmisch“ zu beschreiben.

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Ein Vergnügen für jung und alt

(Für Eltern und Jungendliche unter 18 Jahren nicht geeignet)
Er liegt am Boden. Er schreit. Er bittet um Hilfe.
Zu fortgeschrittener Spätnachmittags-Stunde, schon einige Pässe und Steigungen in den Waden, schießt Daniel aus einem dunklen Heckentunnel auf die Landstraße und sieht sich frontal über einen Audi A6 fliegen. Panikerfüllt greifen seine Hände zu den Bremshebeln, das Vorderrad rutscht zur Seite, er fliegt über den Lenker, landet gleich neben der Fahrbahn, versucht sich abzurollen und schreit.
Der Audi ist zwar schon weg, die Kollision ist nicht eingetreten, aber die Überraschung, nach dem friedlichen schmalen Heckentunnel auf einen bedrohlichen Zweitonner aus deutschen Landen zu treffen, der es auf plötzlich auftauchende Radfahrer abgesehen hat, sitzt tief.
„Aaaah! Aaaaaaah! Ayuda! Ayudame!!“
Die stimmgewaltige Schmerz-Show wirkt. Das besorgte Team der sportlichen Jungspunde hilft dem Dienstältesten auf die Beine, zwei Autofahrer halten an.
„Ich bin bei der Feuerwehr, soll ich nicht besser einen Krankenwagen rufen?“ – „Nein, ist kein Problem, meine Freundin ist mit dem Auto hier, die ist in fünf Minuten da.“
Keine Querschnittslähmung, keine ausgerenkte Schulter, keine Gehirnerschütterung, kein gebrochener Arm. Daniel findet nach wenigen Minuten unter erleichtertem Lachen wieder seine gewohnte Form, erklärt den umstehenden seinen Schock. Ein blutiger Ellenbogen und ein aufgeschürfter Rücken veranlassen ihn zum Rufen des Begleitfahrzeugs. Freundin Eva ist hurtig zur Stelle und nimmt die beiden Pamplonesen David und Daniel mit ihren Fahrrädern ins Auto.
Wir holen Rucksäcke und Gepäckträger aus dem Kofferraum und werden uns bewusst, dass die Anstiege der nächsten Wochen nicht so leichtfüßig zu bewältigen sein werden wie an diesem ersten gepäckfreien Tag.
Bei der herzlichen Verabschiedung (Achtung, nicht auf Daniels Rücken drücken) wird noch ein finanzielles Doping verabreicht, von Daniels Familie und deren Freunden, die wir in der letzten Woche in dem großen gastfreundlichen Haus kennengelernt haben.
Danke! Und gute Besserung!!

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