Schlagwort-Archive: Pamplona

JURA JURA

Vor drei Wochen saßen wir in Pamplona am Küchentisch, in der Wohnung von Davids Oma, wo die Jalousien den ganzen Tag heruntergelassen waren, gegen die unerträgliche Hitze des Tages, schaufelten Maisflocken mit Obst und verfolgten die Tour de France in der Glotze. Die PR-Profis vom Tourismus-Verband haben sich was überlegt, fiel mir auf: Gigantische Rennrad-Skulpturen aus Stahl prangten zwischen stillstehenden Skiliften, malerischen Almwiesen und satten Nadelwäldern. Das erregt die Aufmerksamkeit der Hubschrauberkameras. Bei leichter Bewölkung ergibt das hervorragende Bilder: Ein Schwenk über das Panorama, über die Wälder, über das metallene Fahrradmodell, weiter am Straßenrand entlang, vorbei an den Wohnmobilen der Fans mit den Sonnenhüten und den Picknicktischen, auf das Führungsfeld mit seinen Begleitfahrzeugen.
Heute fahren wir selbst durch „Les Rousses“. Das „Vélo Géant“ hat an Glanz verloren, vor dem grauen Hintergrund, und die Werbebanner „Jura Jura“ wirken in den verlassenen Wintersportörtchen fehl am Platze. Aus der Nähe betrachtet verwundern die vielen Fahrradgeschäfte. In den Schaufenstern des Ski-Verleihs, der Apotheke und des Rathauses hängen Fahrräder. Sogar an den Laternen und in den Beeten der Vorgärten. Bei besserem Licht könnte man wunderbare Fotos schießen.
Alles ist feucht, vor allem die Schuhe. Man fängt sofort an zu frieren, wenn man sich nicht bewegt. Bergauf bewegt. Die Abfahrten und ihr tückischer Fahrtwind sind hautnaher Beweis für die Gesetze der Thermodynamik, Kapitel „Temperaturabfall durch Verdunstung“. Ein beheizter Hubschrauber wäre jetzt nett, aber bei dem verhangenen Himmel…

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Der Ruhm und seine Schattenseiten

Wenn man in Peru in einem Dorf lebt, in dem einmal im Jahr ein Mann mit einer Körpergröße über 1,70 m vorbeikommt, gelangt man als Deutscher leicht an Berühmtheit. In Pamplona, auch wenn hier die durchschnittliche Körpergröße nicht viel größer ist, ist das schon schwieriger. Aber nicht Moritz‘ Körpergröße führte dazu, dass er während der letzten Wochen in Pamplona immer wieder erkannt wurde, sondern ein Artikel über die scheinbar doch so sensationelle Art der Rückreise. So wird ein Flirtversuch an die Kellnerin schnell zum Interview über die Reise. Staunend hört die versammelte Belegschaft „el aleman“ zu und fragt nach, „du bist doch der aus der Zeitung, mit dem Fahrrad!?“ – Beeindruckend.

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Abfahrt aus sanferminlichen Gründen verschoben // Salida lunes que viene

Gaga Gaga Party Party und immer schön Kalimotxo in den Nacken vom Vordermann kippen. Mit Cola-Haargel und Bier-Deo schieben wir uns durch Horden von uniformierten Feierwütigen (alle in weiß-rot) und begehen den fröhlichsten Erasmus-Abschied, den man sich vorstellen kann. Mit Rücksicht auf eine angemessen Erholung wird die Abreise um zwei Tage auf Montag, den 12.7., verschoben.

Las duchas de Kalimotxo y las limpiezas de cerveza nos impiden a salir puntual. No este sábado, pero el lunes que viene nos vamos por Hamburgo. Viva San Fermín!

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Athleten in den Startlöchern! Noch 6 Tage – Faltan 6 días, equipo de 3

Lord Pabst und Hay que Eik bringen ruhig und sicher die Strapazen einer öden Autofahrt quer durch Deutschland und Frankreich hinter sich. Seit vorgestern Nacht machen wir im Dreiergespann Navarraland und seine, stündlich in der Lebensfreude-Skala sich selbst übertreffende, prickeld aufblühende Stierhauptstadt unsicher.
Der lähmende Mandelentzündungs-Bann, der Chef-Abenteurer Moritz zwei Wochen lang bedrohlich und fest im Griff hatte, ist gebrochen. Und weil alle guten und atemberaubenden Dinge drei sind, gesellt sich Madrids größter Bergfreund, gleichzeitig erfahrener Jakobspilger, Javier bis Ende Juli zu den waghalsigen Helden der Gelände-Zweirad-Gipfelstürmer.
Bei fortschreitender Planung stellt sich heraus, dass die akkumulierten Höhenmeter (Aufstiege und Abfahrten) auf die 100.000 zugehen.
Olé!

Han llegado Alex y Eike [„Hay que“]. Pamplona se está convertiendo ya en una central de vida. Faltan dos días para los San Fermines y seis días hasta la salida, mientras que el equipo ha crecido un 50% – vamos no solo Eike y yo, sino tambien con el Madrileño más montañero Javier!

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Abfahrt in vier Wochen / Salida de Pamplona en 4 semanas

Noch 28 Tage. Dann wird der Hintern auf den Sattel geschwungen und die Füße werden in die Pedale geclickt. Der Kopf wird sich daran gewöhnen müssen, jeden Tag unter’m Helm zu schwitzen. Die Hände werden Stöße abfedern. Millionen Stöße. Zehntausende Steine, Wurzeln, Schlaglöcher. Die Waden werden Höchstarbeit leisten. Der Rücken wird jede Nacht an einen anderen Ort gebettet, 42 Nächte lang. In 28 Tagen.

Faltan 28 días. En 28 días, dormiremos cada noche en un otro sitio, 42 noches. En 28 días, nuestro culo pasara la mayoría del día en el sillín, 42 días consecutivos. En 28 días!

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Produktive Fans / Aficionados creativos

Der Aktionskünstler, Medienschaffende und Guerillafilmer Lutz, der gleichzeitig Mäzen, Unterstützer und Mitstreiter meiner Touren und noch dazu verantwortlich für meine Zeugung ist, hat ein erstes enthusiastisches Fan-Video erstellt.
Der bunte Zusammenschnitt zeigt Moritz beim friedlichen Radeln durch Wien, beim schnellen Radeln von Wien nach Pamplona, Bilder vom autofreien Tag in Hamburg (alles Material von Lutz) und Moritz beim Action-Biken in Pamplona (Material der Organisatoren des Rennens).

El vídeo, gravado por el patrocinador y aficionado Lutz, muestra Moritz en tres ocasiones: montando en bici por Viena con companieros, yendo a Pamplona (veate el blog de este viaje de 7 semanas, donartig) y algo de acción en Pamplona (materiál de keamtb):

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