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Bonjour Jura

Bergauf, bergauf und bergauf. Viel Abwechslung boten die heutigen 65 Kilometer nicht. Geradezu grotesk die Temperaturen dazu: Eine stechende Sonne knallt schon um 9 Uhr morgens vom blauen Himmel, man schluckt die 1,8 Liter Wasser in einer Stunde weg, während verwaiste Skigebiete und Schilder für Schneeschuh-Wanderungen an einem vorbeiziehen.
Landschaftlich heißt uns das Jura-Gebirge mit einer Vielseitigkeit willkommen, die ihresgleichen sucht. Schroffe Felswände, dunkelgrüne Täler, dichte Nadelwälder, sanfte Wiesen, steinige Schotterpisten, moosige Pfade. Der GTJ, die „große Jura-Überquerung“, ist hervorragend ausgeschildert und verspricht, richtig anstrengend zu werden.
Doch bevor wir uns am ersten Tag zu sehr verausgaben, drängen sich Wolken in der kompletten Palette an Grau- und Blautönen an den Himmel. Wir werden von einem satten Platzregen erlöst, der uns gestattet, schon um 18:30 das Abendlager aufzubauen.
Ab unter die Plane. Wir wählen die Aufbau-Variante „Zelt“: Zwei Stöcke in die Mitte, die Ecken in den Boden. So kann es von der Wind-Seite nicht reinregnen. Nachdem wir den ganzen Tag mit krummem Rücken auf dem Rad hockten, kriechen wir nun ebenfalls gebeugt in den kleinen Unterschlupf. Eike, der verwöhnte Schnösel, bekommt Heimweh:

„Alter, ich brauch ja nicht viel, aber ein Zimmer, in dem man stehen kann, das wär echt mal wieder nicht schlecht.“

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